Die Frage hinter der Frage finden

Werkstatt mit kirchenkritischen und kirchentreuen Menschen

 

Diese Werkstatt bastelt mit Worten. Und übt das Instrument des Verstehens. Kirchenkritische und kirchentreue Menschen hören einander zu. Vielleicht gelingt ein neues Sprechen? Oder zumindest staunen?

„Hinhören und entdecken“ heißt der Werkstatttitel, zu dem das Gottesdienstinstitut der Nordkirche und das Christian Jensen Kolleg am 15.-16.09. nach Breklum einladen. Eine kleine Runde soll es nur sein, Menschen, die mit und solche, die auch ohne Kirche froh sind. In der Regel sprechen diese Gruppen über einander, selten mit einander. Der kirchenkritische Landtagsabgeordnete Rasmus Andresen ist ebenso dabei wie die Schriftstellerin Andrea Paluch („Wundervolles Dorfleben“) und der Plöner Propst Erich Faehling. Geleitet wird diese Werkstatt von Thomas Hirsch-Hüfel und Friedemann Magaard.

Stellen am Donnerstag, 15.09., die drei Impulsgeber ab 17h Fragen und Statements in den Raum, so geht es am Freitag, 16.09. bis zum Mittag um den gesellschaftlichen Kontext, in dem solche Dialoge ergeben.

 

Denn die Kirche des 21. Jahrhunderts wird verstehen müssen, was sich weltanschaulich um sie herum und zum Teil in Konkurrenz zu ihr tut. Denn sie wird eine Mit-Spielerin werden im Feld der Grundwerte. Dafür kann sie hinhören und Ressentiments sichten, die ihr entgegenschlagen, sie kann nachfragen. Sie kann staunen über religiöse Weisen, die auch ohne christliche Formen auskommen. Sie kann Werte und Ziele vergleichen und dabei ihre eigenen im Diskurs neu finden. Sie kann behutsam einüben, wie Sprache Religiöses formt ohne zu vereinnahmen. Diese Sprache wird sie brauchen.

 

Die Initiatoren Hirsch-Hüfel und Magaard meinen: Das alles kann gut gelingen, wenn Menschen zusammenkommen, die ohne Angst oder Rechtfertigungsdruck erzählen, was ihnen auffällt, was ihnen wirklich wichtig ist, was sie ärgert.

 

Die Werkstattgespräche möchten solch neugierige Sprechweise anregen in einem Treffen von kirchenkritischen, neutralen und kirchentreuen Menschen: Hinhören, was jemand denkt und fühlt, der das Tanzverbot am Karfreitag bekämpft, hinhören, warum jemand seiner Ortsgemeinde treu ist, ahnen, wo die Frage hinter der Frage steckt, Resonanzen geben. Kurz – im hörenden Austausch spannende und wesentliche Dinge entdecken, die erscheinen, wenn die Vorurteile für eine Weile verrauchen.

Die Plätze für Teilnehmende sind begrenzt. Bei Nachfragen und zur Anmeldung: 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de

 

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„Wir müssen reden.“

Predigttagung mit Katholiken und Protestanten

 

Vier Tage lang diskutieren Expertinnen und Experten der beiden großen Kirchen im Christian Jensen Kolleg über die Praxis der Predigt und ihre theoretischen Hintergründe. An einem Abend aber öffnet die Jahrestagung der „Arbeitsgemeinschaft für Homiletik“ die Türen für weitere Interessierte zu einem öffentlichen Vortrag von Professor Paul-Michael Zulehner aus Wien. Sein Referat steht am Montag, 26.09., im Mittelpunkt, wenn die Nordkirche und das Erzbistum zum Empfang nach Breklum laden. Zulehner, einer der ganz großen der Predigtlehre, spricht sich aus „Für eine Kirche, die sich verausgabt“. Das Bibelwort aus 2. Tim 4,2 nimmt er dabei zum Motto und titelt: „Gelegen oder ungelegen – nicht nur gelegentlich“. Im Anschluss an den Vortrag (19.30 Uhr) gibt es Zeit für Begegnungen und Gespräche im Christian Jensen Kolleg.

 

Die gesamte Tagung dauert vom Montag, 26.09., bis Donnerstag, 29.09.. Das Reden-Müssen geht zum Grundgefühl derer, die predigen. Es gibt ja keine alternative: Wenn der Sonntag da ist oder der jeweilige Anlass, wird eine Predigt erwartet, egal, wie ich mich fühle. Die Predigt soll darüber hinaus die treffende Rede sein, gerade in bewegter Zeit. Am Sonntag nach den Anschlägen von Paris im November 2015 gaben Predigten den aufgewühlten Gefühlen Sprache und lösten die Erstarrung. Schließlich erwarten Gemeinden von der Predigt auch das klärende Wort zum Gemeindealltag, wenn das Bibelwort eine neue Perspektive auf die alten Formeln, die alten Feste und auf alte Konflikte werfen muss. Das Reden-Müssen bezieht sich aber auch auf Prediger und Predigerin, die etwas zu sagen haben, die nicht schweigen und nicht schweigen dürfen in Zeiten religiöser Verunsicherung.

 

Neben den konfessionellen Perspektiven, für die der katholische Professor Bernhard Spielberg aus Freiburg und die evangelische Theologin Anne Gidion vom Gottesdienstinstitut der Nordkirche stehen, geht es auch um Predigten „an anderen Orten“, also im Theater, im Slam, in interreligiöser Begegnung und nach Katastrophen. Weitere Höhepunkte sind Vorträge von Petra Bahr („‘Geistersprache‘ _ die Predigt im Resonanzraum der Kultur“) und dem Rostocker Professor Thomas Klie über homiletische Ausbildungspraxis.

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Zwischenstopp – Auszeit mit Pilgerwegen im Watt

 

Unzählige Zugvögel rasten auf ihren langen Reisen von Nord nach Süd am nordfriesischen Wattenmeer um neue Kräfte zu sammeln. Mit einer Auszeitwoche vom 09.-14. Oktober machen es Pilger den Zugvögeln gleich. Sie genießen Sie einige Tage das schöne Haus und die liebevolle Versorgung im Christian Jensen Kolleg. Tagsüber unternehmen sie gemeinsame Pilgerwanderungen in unserer vielfältigen Landschaft. Dabei wird der Vogelkundler Karl-Peter Hellfritz die Gruppe begleiten. Gemeinsam und in der Stille erleben Pilger die Schöpfung und das eigene Leben darin. Wind, Weite und Natur entfalten ihre erholsame Kraft. Die täglichen Strecken sind etwa 15 Kilometer lang. Sie erfordern eine normale Kondition und eine gewisse Wetterfestigkeit.

Der Tag beginnt und endet mit einer Andacht in unserer Kapelle.

Die Leitung liegt bei Pastorin Jutta Jessen-Thiesen vom Zentrum für Mission und Ökumene sowie bei Dagmar Messow. Anmeldungen bis 15.September 2016 bei Petra Conrad unter 04671/ 911214 oder  buerobreklum@nordkirche-weltweit.de

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Exostische Früchte in Hülsen

Ein Themenabend zum „Jahr der Hülsenfrüchte“

 

Die Vereinten Nationen haben 2016 zum Jahr der Hülsenfrüchte erklärt, aber warum sollte das wichtig sein. Die Veranstaltung „Exotische Früchte in Hülsen“ verbindet dazu Impulse, Diskussionen und Imbiss am Mittwoch, 28.09., von 18-21 Uhr im Christian Jensen Kolleg in Breklum.

 

Vielleicht sind sie gerade kein Trend, die Linden, Bohnen und Erbsen hatten früher hohe Konjunktur. Trockenkörner werden die volkstümlichen Hülsenfrüchte korrekt genannt. Weltweit gehören noch Soja, Lupinen und die Kichererbsen dazu. Als wertvolle Einweissquellen für Menschen und Tiere sind sie gerade in den Ländern des Globalen Südens ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Nach dem Jahr des Bodens nehmen die Vereinten Nationen in diesem Jahr diejenigen Pflanzen in den  Blick, die selbst für Bodenfruchtbarkeit sorgen, sogenannte Leguminosen. Knöllchenbakterien an den Wurzeln sorgen für dieses Wunder. So lohnt sich der Blick auf die Früchte und unter die Erde.

 

Die Hülsenfrüchte bieten besten Stoff für ein spannendes Abendprogramm – und sind dann noch lecker.  Es gibt viel zu entdecken bei diesen exotischen Körnern und Samen, aus landwirtschaftlicher, globaler und regionaler, ökologischer, gesundheitlicher und geschmacklicher Sicht.

Die Leitung des Abend in der Reihe „Fleisch ist kein Gemüse“ liegt bei Ulrich Ketelhodt (KDA), Hand Baron (CJK) und Karsten Wolff (ERW). Referentinnen sind Nicole Rönnspieß (Brot für die Welt), Heinrich Thees (Biohof Thees) sowie Ann Kristin Thun und Silke ZEtl-Marcussen von der Berufsschule Husum. Der Eintritt ist frei.

 

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Begleitung von kriegstraumatisierten Frauen

Was ehrenamtlich und hauptamtlich Helfende wissen sollten

Vortrag mit Diskussion am 12. August 2016 von 19.00 bis 21.30 Uhr

 

Viele Geflüchtete haben in ihrer alten Heimat schlimmste Erfahrungen gemacht – an Leib und Seele sind sie traumatisiert. Sie zu begleiten stellt Helfende vor große Herausforderungen. Als international anerkannter Experte für transkulturelle Psychiatrie und Traumatologie begleitete Prof. Jan Ilhan Kizilhan yezidische Frauen und Kinder im Irak – und nach ihrer Flucht dann in Deutschland.

Sein „Handbuch zur Behandlung kriegstraumatisierter Frauen“ (2016) gilt als Standardwerk für transkulturelle Behandlungsmethoden. Kizilhan gibt fundierte Einblicke für Ehrenamtliche und hauptamtliche Begleitende und diskutiert mit ihnen.

 

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Sommer in Breklum – Gutes für Körper, Seele und Geist

Nicht nur der „Breklumer Sommer“ lohnt für eine Auszeit.

Wenn es Sommer wird, ist Nordfriesland besonders schön. Das Christian Jensen Kolleg und seine Partner laden daher in der Sommerzeit zu verschiedenen besonderen Leckerbissen nach Breklum. Angebote, die gleichzeitig für Körper, Seele und Geist gut sind. Zeiten in der bezaubernden Natur tun dem Körper und der Seele gut. Geistliche Impulse erfrischen Seele und Geist.
Der „Breklumer Sommer“ steht 2016 unter dem Motto „Bewegen“. Vom 14.-21.08. machen Menschen unterschiedlichen Alters gemeinsam Urlaub in Breklum, begleitet, inspiriert, mit Zeit in Gemeinschaft und allein. Die Familienfreizeit „Kinder-Küste-Klima“ macht sich vom 25.07.-31.07. auf die Suche „nach dem gelobten Land, um dabei auf Sommer, Sonne und Gemeinschaft zu stoßen. Großeltern und ihre Enkel kommen vom 22.-25.08. in das CJK. Im Zentrum steht die biblische Geschichte von Abraham und Lot sowie die reale Geschichte von Familie Najafi, die ihre alte Heimat Afghanistan verließ und in Deutschland eine neue Heimat findet. Mit gemeinsamem Spiel, Musik und kreativer Gestaltung, aber auch mit Zeit für intensive Gespräche, zum Nachdenken und zum Ausruhen vergehen die Tage der „Großeltern-Enkel-Freizeit“ meist nur allzu schnell.
Pilgerwege führen nach innen. Sie öffnen Horizonte. Das diesjährige „Halligpilgern“ führt unter anderem nach Langeneß. Vom 14.-17.08. gehen Halligpilger Wege zwischen Himmel und Erde, im Weltnaturerbe Wattenmeer. Wenn es herbstlich wird an der Nordsee, lädt der „Zwischenstopp“ vom 09.-14.10. zu einer Auszeit mit Pilgerwegen am Watt.
Gutes für den Körper, für Seele und Geist – dafür lohnt sich eine Reise ins Christian Jensen Kolleg auch in diesem Sommer.

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Rudolf Kelber übernimmt im Januar – Fortsetzung der Seminarreihe mit G.A.Albrecht

Sechs Jahre lang kam Professor George Alexander Albrecht in das Christian Jensen Kolleg, um Seminare über große Musik und über Fragen von Lebenshaltung und Spiritualität zu halten. Mahler, Wagner, Brahms und Pfitzner standen auf dem Programm des Weimarer Dirigenten und Komponisten. Mit dem Hamburger Kirchenmusikdirektor a.D. Rudolf Kelber wird die Reihe im kommenden Jahr eine großartige Fortsetzung finden. Vom 13.-15. Januar 2017 leitet er ein Seminar über die geistigen, politischen und religiösen Aufbrüche bei Giuseppe Verdi: „Anspruch eines Freigeistes“. Kelber, der 33 Jahre Kantor und Organist an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi war, verbrachte seine ersten Berufsjahre an den Opernhäusern in Gelsenkirchen und Heidelberg. Auch in Hamburg blieb er der Oper treu, führte insgesamt zwölf Theaterproduktionen auf, unter anderem auch an St. Jacobi.
In gemeinsamer Leitung mit CJK-Leiter Friedemann Magaard knüpft Kelber an die Albrecht-Tradition in Breklum an. Zu entdecken gilt in dem Komponisten Verdi ein unruhiger Geist, der sich ungewöhnliche Opernstoffe bei Schiller und Shakespeare suchte und mit seine „Messa da Requiem“ ein beeindruckendes Beispiel für die Religiosität eines Kirchenfremden gab.

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Neuanfänge neu denken – Philosophisches Seminar mit Christoph Quarch

Ein wenig, als würde er in den Reformationstag hineinfeiern. In Anklängen an die revolutionären Umbrüche, die Luthers Thesenanschlag in Wittenberg von 499 Jahren ausgelöst haben, fragt der Fuldaer Philosoph Christoph Quarch: „Wie sind Neuanfänge möglich?“ Das Seminar „Reset oder Durchstarten“ greift die Grundsatzfragen danach auf, wie das Neue in die Welt kommt. Welche Bedingungen brauchen echte Innovationen, was muss geschehen, damit Revolutionen oder Reformationen real werden?
Dazu bedient sich Quarch dem Motto von David Bowie. Das Seminar vom 30.-31.10. findet im Rahmen der Akademiewoche der Nordkirche zum Thema „Revolution“ statt.

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„Futtermittel aus den Ländern des Südens“ – Verschoben!

Am kommenden Donnerstag, 07.07., wird der Studienabend „Futtermittel aus den Ländern des Südens – Ein Handel mit großen Folgen hier wie dort“ nicht stattfinden. Die Veranstaltung aus der Reihe „Fleisch ist kein Gemüse“ wird im Frühjahr 2017 nachgeholt werden. Wir bitten um Verständnis!

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Gemeinwohl-Bilanz

Im Herbst 2012 besuchte Christian Felber, Aktivist und Gründerfigur der alternativ-ökonomischen Bewegung „Gemeinwohlökonomie“ das Christian Jensen Kolleg. Er diskutierte engagiert mit dem grünen Umweltminister Robert Habeck und dem FDP-Politiker Wolfgang Kubicki. Das Thema Gemeinwohl-Ökonomie blieb im CJK präsent. Vier Jahre später unterzog sich das Haus selbst einem Prozess, an dessen Ende eine eigene „Gemeinwohl-Bilanz“ steht. Diese zweite Bilanz, die als ethische Bilanz neben der Gewinn-und Verlustrechnung steht, wurde in einem kollegialen Prozess mit drei anderen Unternehmen anhand verschiedenster Nachhaltigkeits-Kriterien erstellt und abschließend von unabhängigen Auditoren bewertet. Damit legt das CJK transparent Rechenschaft darüber ab, wie weit soziale, ökologische und ökonomische Standards praktisch umgesetzt werden. Wer Interesse an dem Bilanzierungsprozess hat oder Einblick in die Ergebnisse nehmen will, kann Kontakt mit der Geschäftsführung des CJK aufnehmen. Wir freuen uns über Ihre Fragen!

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EKD-Begegnungstagung

Vom 21.01. – 24.01. beherbergte das Christian Jensen Kolleg die diesjährige Begegnungstagung des Rats der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Nach der regulären Ratssitzung in der Aula des Christian Jensen Kollegs (21.01. – 22.01.)kamen am 23.01. – 24.01. zusätzlich die Partner der Ratsmitglieder, die leitenden Geistlichen der EKD-Gliedkirchen sowie deren Ehepartner zu einer großen Begegnungstagung im Festsaal zusammen. Neben intensiven Beratungen und Diskussionen stand auch ein Ausflug zur Hamburger Hallig auf dem Programm. Abends lud die Nordkirche zum festlichen Empfang. Eine große Ehre für unser Haus, die Gäste willkommen zu heißen.
„Ich denke mit großer Dankbarkeit an unsere Tagung in Breklum zurück. Sowohl die äußere Umgebung, die Freundlichkeit und die Liebe, mit der wir dort als Gäste empfangen worden sind, als auch die inhaltlichen Gespräche, die wir in Breklum führen konnten, wecken bei mir ausschließlich gute Erinnerungen. Deswegen hat Breklum einen festen Platz in meinem Herzen.“
Ratsvorsitzender Bischof Heinrich Bedfort-Strohm

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Hauptsache nicht tierisch!

Vegan, das ist Trend. Konsequent auf Tierprodukte zu verzichten reizt vor allem junge Leute und besonders in den Städten immer mehr. Untrügliches Zeichen: Die Kochbücher des Berliner Szene-Kochs Attila Hildmann („Vegan for Fun“ und andere) verkaufen sich wie warme Semmeln. Doch was steht hinter der Entscheidung, auf Fleisch, Fisch, Milch, Eier, konsequent auch auf Leder zu verzichten? Geht es um neue Gesetzlichkeit? Geht es um Politik? Der Studienabend von Kirchlichem Dienst in der Arbeitswelt (KDA) und Christian Jensen Kolleg am Dienstag, 24.05., geht diesen Fragen auf den Grund.
Dazu haben die Initiatoren Ulrich Ketelhodt und Friedemann Magaard Impulsgeber eingeladen. Nicole Rönnspieß von „Brot für die Welt“ ernährt sich selbst vegan. Sie spricht über die praktischen Schwierigkeiten, in unserer Gesellschaft konsequent auf Tierprodukte zu verzichten. Und was sie zu ihrer Entscheidung führt. Thomas Schönberger, der als Bildungsreferent am UmweltHaus am Schüberg arbeitet, ist Vorsitzender des Vegetarierbund Deutschland (VEBU). Wer über die verheerenden Klimafolgen von fleischhaltiger Ernährung, aber auch von Butter und Käse, spricht, muss über Politik reden. Komplett wird die Runde durch den CJK-Küchenchef Markus Jebens. Er selbst isst schon gern ein Stück gutes Fleisch, weitet aber im Christian Jensen Kolleg konsequent die vegetarischen und veganen Angebote aus. An diesem Abend bereitet Jebens einen veganen Imbiss zu und berichtet aus seiner Praxis, welche Herausforderungen und welche Chancen er im Verzicht auf Tierprodukte sieht.
Dieser Studienabend (18-21 Uhr) bietet Gelegenheit, mit Menschen nachzudenken, die sich für eine vegane oder vegetarische Lebensweise entschieden haben. Anmeldungen unter 04671-91120 oder info@christianjensenkolleg.de sind wünschenswert.

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Ein Blick nach Polen

Mit dem Leben einer Minderheitenkirche kennt Bischof Marcin Hintz sich bestens aus. Die lutherische Kirche in Polen zählt 75.000 Mitglieder, inmitteln von 35,5 Millionen Katholiken. Was bedeutet es, im sprichwörtlich katholischen Polen evangelisch zu sein? Im Rahmen des Breklumer „Luther-Kollegs“ geben Marcin und Iwona Hintz aus der Diözese Pomorsko-Wielkopolska Einblicke in die Diapora-Situation der östlichen Nachbarkirche. Mit Dr. Christian Pletzing, Direktor der Akademia Baltica in Sankelmark, geht das Luther-Kolleg auch der Frage nach, was es in Polen heute bedeutet, europäisch zu sein: „Polen und Europa – Selbstverständnis einer Wertegemeinschaft“. Schließlich kommen auch die ökumenischen Beziehungen der polnischen Lutheraner sowie der kleine Grenzkontakt zwischen deutschen und polnischen Gemeinden zur Sprache.
Das „Luther-Kolleg vom 26.-27. Mai veranstalten in diesem Jahr das Zentrum für Mission und Ökumene und das Christian Jensen Kolleg gemeinsam mit der Arbeitsstelle für das Reformationsjubiläum 2017. Dr. Daniel Mourkojannis und Silke Ross leiten die Veranstaltung zusammen mit den Breklumern Andreas Schulz-Schönfeld und Friedemann Magaard. Anmeldungen unter 04671-91120.

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Halligpilgern – Die Gezeiten lehren, was das Herz braucht

Pilgerwege führen zum Herzen. Sie öffnen neue Horizonte. Pilgerwege brauchen Weite. Und halten Stille aus. Vom 14.-17. August suchen Hallig-Pilger ihre Wege im Weltnaturerbe Wattenmeer. Eine Nacht verbringt die Pilgergruppe auf der Hallig Langeness. Watt-Pilgern zurück zum Festland, Weg zwischen Meer und Land und ein Sonnenaufgang auf der Hamburger Hallig stehen auf dem Programm, das von der Prädikantin Hilde Zeriadtke und dem Pastor Friedemann Magaard vom Christian Jensen Kolleg begleitet wird. Geistliche Impulse, Gespräche und Zeit für Stille prägen den Weg und die atemberaubende Welt Nordsee, bei Ebbe und bei Flut. Hallig-Pilger wissen: Die Gezeiten lehren, was das Herz braucht. Informationen und Anmeldungen unter info@christianjensenkolleg.de oder 04671-91120.

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„MENSCHSEIN“ – Fotoworkshop mit Geflüchteten

Am Vorabend der „Tage der Utopie“ wurde die Ausstellung der Salzburger Fotokünstlerin Claudia Henzler unter dem Titel „MENSCHSEIN – Leben nach Srebreniza“ eröffnet. Bis zum 31. Mai sind die Arbeiten im Christian Jensen Kolleg zu sehen. Parallel zu den „Tagen der Utopie“ fand ein Foto-Workshop statt, der die Begegnung mit den ausgestellten Arbeiten verband mit eigenen praktischen Versuchen. Eine Besonderheit: auch etliche irakische Frauen nahmen an dem Foto-Workshop „MENSCHSEIN – Leben in Vielfalt“ teil. Sie leben seit Ende Januar auf dem Breklumer Campus und finden gemeinsam mit ihren Kindern im „Brackerhaus“ einen Schutzraum nach bedrückenden Kriegserfahrungen im Nordirak. Betreut werden die Frauen und Kinder durch Mitarbeiterinnen des Diakonischen Werk Husum. die auch bei dem Workshop dabei und unterstützten damit diese wichtigen Schritt der Geflüchteten. Denn erstmals nahmen die irakischen Frauen an einer Veranstaltung außerhalb ihres Wohnraumes teil. Claudia Henzler war sichtlich berührt von der Begegnung und ermutigte, mit Spiegelreflexkamera oder mit Handykamera das Leben in Vielfalt wahrzunehmen.

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Fluchtursachen: Afghanistan und Pakistan

Was sollten Deutsche wissen, die sich in der Begleitung von Geflüchteten aus Afghanistan und Pakistan engagieren? Welche politischen, religiösen, sozialen und wirtschaftlichen Gründe führen in die Flucht?
Über insgesamt vier Abende bekommen Interessierte im Christian Jensen Kolleg in Breklum Hintergrundinformationen zur den wichtigsten Herkunftsländern von Geflüchteten. Am Donnerstag, 07.04., 19-21.30 Uhr, geht es vor allem um Afghanistan, aber auch um das Nachbarland Pakistan. Ein Geflüchteter berichtet von seiner Flucht und erläutert, warum Menschen sein Heimatland Afghanistan verlassen. Die Ärztin Andrea Magaard teilt Eindrücke ihres dreimonatigen Arbeitsaufenthalts in Südafghanistan mit. Sie arbeitete mit der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ in einem Krankenhaus in Lashkar Gah in der Provinz Helmand. Zudem gibt es Informationen zur Geschichte Afghanistan und Pakistan. Die Veranstaltungsreihe wird am 19.05. zu einem Abend zu den Westbalkanländern fortgesetzt.

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Die Tage der Utopie vom 19.-24. April 2016

Themen und Referent-innen – eine Übersicht

Annette Jensen und Ute Scheub (Berlin) sprechen am Dienstag, 19.04., über „Anders wirtschaften ist machbar, Frau Nachbar. Weltweite Beispiele gelingender Projekte, die Glück und Gemeinwohl steigern“.
Kilian Kleinschmidt (Wien) referiert am 20.04. zu „Globality – auch für Migranten. Flüchtende und andere nicht so reiche Menschen“.
Über „Wege der Transformation. Von der bäuerlichen Landwirtschaft zur lokal-konvivialen Versorgungswirtschaft“ spricht am Donnerstag, 21.04., Christian Hiß aus Freiburg.
„Ausstieg aus der Megamaschine. Netzwerke lokaler und regionaler Selbstorganisation“ ist der Vortragstitel von Fabian Scheidler (Berlin) am Freitag, 22.04.
Eva Gronbach (Berlin) referiert am Samstag, 23.04., zu „Oberflächenbewußtsein? Mode als Spiegel der Gesellschaft und des inneren Ichs“.
Die Vorträge beginnen jeweils um 19 Uhr. Am Folgetag findet ein Workshop mit den Referenten (9-12.30h) zum Nachfragen, Vertiefen, Konkretisieren und zum Vernetzen statt.
Information und Anmeldung unter info@christianjensenkolleg.de oder 04671-91120

www.tagederutopie.de

Leporello

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MENSCHSEIN – Leben nach Srebrenica – Ausstellung und Workshop

Vielfalt im Blick. In Verbundenheit. Wertschätzung. Miteinander.
Fotoausstellung und Workshop mit Claudia Henzler im Kontext der „Tage der Utopie“

“Zusammen schaffen wir es” lautet Claudia Henzlers Lieblings-Spruch. Gegen Gewalt und für ein friedvolles Miteinander setzt die gebürtige Heidelbergerin mit Wohnsitz in Salzburg konkrete Zeichen. In Breklum ist die Deutschland-Premiere für die Ausstellung „MENSCHSEIN – Leben nach Srebrenica“ mit Arbeiten der Friedenspreisträgerin sowie mit einem Workshop über zwei Nachmittage. Passend zur Thematik beginnt die Ausstellung am Vortag der Tage der Utopie im Christian Jensen Kolleg.

Bilder von Srebrenica bilden die dramatische Ausgangsposition zur Reflexion über die Mit-Gestaltung des menschlichen Daseins. Die Ausstellung führt vom gewaltvollen Drama in Srebrenica – als Ort des größten Massakers in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg – zu einer erweiterten Wahrnehmung „was unser MENSCHSEIN ausmacht“: Weitere schwarzweiß Fotografien zeigen eindrucksvolle Menschenportraits und Landschaften beispielsweise von Georgien, Indien, Kambodia und Österreich. Die Ausstellung dient zur Inspiration, um alltägliche Vielfalt nicht mit Angst zu begegnen, sondern in Wertschätzung und Verbundenheit miteinander zu erforschen. Das Potential dieser Forschung ist bereichernd und wertvoll.
“NEVER AGAIN! Nie mehr Gewalt und Genozid wie in Srebrenica!” appelliert die weitgereiste Foto-Künstlerin. International bekannt ist sie durch Ausstellungen, Videos und Foto-Dokumentationen zu essentiellen Themen des Lebens. In Breklum nimmt sie das MENSCHSEIN auf besondere Weise in den Fokus. Mit ihren schwarz-weiss Fotografien aus verschiedensten Kulturen und Ländern bewegt sie zum Hinschauen. Im Hier und Jetzt regt sie mit visuellen Impulsen zu Reflexionen an, die unsere Zukunft gestalten. Dem Workshop an den Nachmittagen des 22. und 23. April (jeweils 14-17 Uhr) gelten die Fragen: “Was zählt im Spiegel der Ewigkeit? Wofür verwenden wir unsere Atemzüge? Was macht unser Leben wertvoll?”
Claudia Henzler tritt mit Kunst und Fotografie für das Leben ein. Dem Dialog verpflichtet, steht sie für Entfaltung in Fülle und Freiheit. Für Erinnerungspflege und Völker-Verständigung. Für Bewusst-Seins-Bildung und Horizonterweiterung. Für ein Miteinander in Verbundenheit & Wertschätzung.

TERMIN HINWEIS:
Die Ausstellung „MENSCHSEIN – Leben nach Srebrenica“ ist vom 18.04.-31.05.2016 im Christian Jensen Kolleg in Breklum zu sehen. Die Eröffnung („artist talk“) findet am Montag, dem 18.4. um 19 Uhr statt. Der Workshop „MENSCHSEIN. Vielfalt im Blick“ mit der Künstlerin: Fr., 22. & Sa, 23. April 2016 von 14-17 Uhr. Informationen zu Claudia Henzler: www.henzlerworks.com. Informationen zu Ausstellung und Workshop unter info@christianjensenkolleg oder 04671-91120.

DARÜBER HINAUS: Kunst bei den Tagen der Utopie

Kunst öffnet Räume. Deshalb leben die Tage der Utopie auch von künstlerischen Impulsen. Musik, Fotographie, Intervention.
Neben der Ausstellung von Claudia Henzler und dem Fotoworkshop (22.04. und 23.04., je 14-17 Uhr) erwarten die utopischen Gäste auch den „Kunst Imbiss“, eine kreatives Täuschungsmanöver. Es gibt weder Pommer noch Wurst, sondern Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern als geistige Nahrung. Guten Appetit.
Musikalische Uraufführungen der Komponisten Christian Gayed aus Rendsburg (19.04.), Arne Frercks aus Schleswig (20.04. und 21.04.) sowie Gerald Eckert aus Eckernförde (22.04. und 23.04.) kommen vor den abendlichen Vorträgen zu Gehör.

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Neue Nachbarn – Chancen für den ländlichen Raum

Das Flüchtlingsthema bewegt Deutschland und Europa. Flüchtlingsbewegungen und Einzelschicksale stellen Politik und Gesellschaft vor eine nie dagewesene Herausforderung. Im Zuge humanitärer Soforthilfe leisten Deutschland und Schleswig-Holstein Erstaunliches. Doch wie kann die Geschichte im Sinne einer erfolgreichen Integration insbesondere in den ländlichen Räumen fortgeschrieben werden?
Dazu findet der Workshop „Neue Nachbarn – Zusammenleben im ländlichen Raum“ am Montag, 21. März, 16-20 Uhr im Christian Jensen Kolleg Breklum statt. Es geht um die Chancen, die im ländlichen Raum durch neue Nachbarn aufkeimen. Gemeinsam gehen dazu das MELUR (Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein), das Christian Jensen Kolleg und die Akademie für die ländlichen Räume der Frage nach: Wie lassen sich Entwicklungsmöglichkeiten gestalten? Welche Konsequenzen ergeben sich für die dörfliche Gemeinschaft, für Kommune und für Kirchengemeinde? Was ist nötig, um das ehrenamtliche Engagement zu verstetigen? Dazu gehört auch ein konstruktiver Umgang mit Ermüdung und Enttäuschung.
Vertreter von Landes-, Kreis- und Gemeindeebene diskutieren mit Vertretern von Diakonie und DRK. Alle Teilnehmende entwickeln gemeinsam konkrete Vorschläge und vernetzen sich zur Weiterarbeit. Die Leitung des Workshops liegt bei Mareike Rehse (MELUR), Torsten Sommer (Akademie für die ländlichen Räume) und Friedemann Magaard (CJK). Anmeldungen für Kurzentschlossene unter info@christianjensenkolleg.de oder 04671-91120.

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Stille Tage mit Gebetsmeditationen von Reinhard von Kirchbach

„Tritt ein in MICH – das Tor ist offen“. Diese Worte stammen von Reinhard von Kirchbach (1913-98), Propst in Schleswig. Er lebte aus einer tiefen Spiritualität der Stille und Offenheit vor Gott. Aus dieser Haltung verfasste er eindrucksvolle Gebetsmeditationen. Sie beschreiben seinen spirituellen Weg auch in der Begegnung der Religionen.
Poetische Texte von Reinhard von Kirchbach stehen im Mittelpunkt der Stillen Tage vom 10.-12. Juni im Christian Jensen Kolleg unter der Leitung von Jutta Jessen-Thiesen (Zentrum für Mission und Ökumene), Christoph Tischmeyer und Gerd Hansen. Von Kirchbachs Texte sind Wegweiser in eine offene Gebetshaltung, die sich den Herausforderungen unserer Zeit stellt. Informationen und Anmeldungen unter 04671-911214 oder buerobreklum@nordkirche-weltweit.de.

Kosten 130 € (Seminar, EZ und Verpflegung)

Das Tor ist offen.
Tritt ein
In MICH.
Sieh an,
was Ich dir zeige,
und höre genau zu
wohin Ich dich rufe.
Lass alles los.
Sonst kannst du MICH nicht finden.
ICH richte dich auf
zu der Welt, in der du lebst.

(in „Zelte bauen in reißenden Wassern“, S. 116, gekürzt)

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2. Land-Kirchenkonferenz

„Hinter’m Horizont geht’s weiter“

Die 2. Land-Kirchenkonferenz zur Zukunft von Kirche in den ländlichen Räumen des Sprengels Schleswig und Holstein.

Flyer

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„Unterwegs im Auftrag des Herrn …“

Wozu sind wir gesandt? Zu wem sind wir gestellt?

5. Sprengeltag für Ehrenamtliche in Kirchengemeinderäten und Synoden im Sprengel Schleswig und Holstein
Samstag, 2. Juli 2016, 10.00 – 17.00 Uhr
Christian Jensen Kolleg, Breklum

Bischof Gothart Magaard schreibt dazu:

„Herzlich lade ich Sie ein zum fünften Sprengeltag für Ehrenamtliche in Kirchengemeinderäten und Synoden im Christian Jensen Kolleg in Breklum!
‚Unterwegs im Auftrag des Herrn‘ – das erinnert an die „Blues Brothers“, das erinnert uns aber auch daran, dass wir als Kirche gesandt sind. Gesandt inmitten großer Veränderungen: in der Gesellschaft, aber auch in der Kirche. Das wirft Fragen auf: Zu wem sind wir eigentlich gesandt – heute, vor Ort, mittendrin? Und wohin stellt uns unser Gott? An wessen Seite? Wie reden wir eigentlich über unseren Glauben: untereinander und mit anderen?

In erprobter Weise werden wir geistliche Impulse bekommen. Nach dem Essen freue ich mich auf zwanglose Begegnungen mit Ihnen. Am Nachmittag vertiefen wir das Thema in Gesprächsgruppen. Zum Abschluss feiern wir einen festlichen Gottesdienst. Die Besinnung auf die Grundlagen unserer Arbeit und die Begegnung mit Gleichgesinnten soll uns stärken und motivieren.“
Bischof Magaard, das Vorbereitungsteam und das CJK-Team freuen sich auf Ihr Kommen!

Sie können sich anmelden unter:

Bischofskanzlei Schleswig, Plessenstraße 5a, 24837 Schleswig
Tel.: 04621/30700-0; Fax: 04621/30700-30
E-Mail: bischofskanzlei@bksl.nordkirche.de

Flyer

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Veranstaltung verschoben: „Fluchtursachen Afghanistan“ im April

Die Veranstaltung ‚Fluchtursachen – Herkunftsländer‘ zu Afghanistan und Pakistan, die am 23.02. im Christian Jensen Kolleg in Breklum stattfinden sollte, wird auf den 07.04. verschoben.
Der nächste Abend dieser Veranstaltungsreihe findet am Montag, 14.03, zur Situation in Eritrea und Somalia statt.

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Glücks-Ökonomie – Chancen für die Zukunft

Vortrag und Workshop im Christian Jensen Kolleg

Kooperation und Selbstbestimmung machen wesentlich glücklicher als Geld, Besitz und Konkurrenz – das sind zentrale Ergebnisse der internationalen Zufriedenheitsforschung. Überall auf der Welt haben Menschen angefangen, auf dieser Grundlage anders zu wirtschaften und zu leben. Die verschiedenen Bewegungen vernetzen sich zunehmend und wuchern immer stärker in die alte Wachstumswirtschaft hinein. Internet und erneuerbare Energien unterstützen diese dezentrale, auf Vielfalt basierende Ökonomie. Im Christian Jensen Kolleg in Breklum sprechen die Berliner Publizistinnen Annette Jensen und Ute Scheub am Donnerstag, 18. Februar, um 19 Uhr, und stellen viele Geschichten des Gelingens vor. Wer Interesse hat, kann in einem Workshop am folgenden Tag das Thema mit den Referentinnen vertiefen. Projekte und Ideen, die erst in Keimform existieren, werden gemeinsam betrachtet und weiterentwickelt. Anmeldungen zum Workshop unter 04671-91120.

Die Referentinnen waren langjährig taz-Redakteurinnen und arbeiten heute als freie Publizistinnen zu alternativen ökonomischen Modellen. Im April 2016 werden sie Referentinnen der „Tage der Utopie 4“ im Christian Jensen Kolleg sein.

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Drei Tage als Gäste in Abrahams Zelt

Der Imam schaute auf seinen Kompass und korrigierte die Lage seines Gebetsteppichs nach. Richtung Mekka, exakt. Endlich konnte sein Gebet beginnen, äußerlich und innerlich ausgerichtet. An diesem Wochenende kamen Muslime, Juden und Christen in Breklum zusammen: „Zu Gast in Abrahams Zelt“. Gläubige derjenigen drei Religionen, die sich auf Abraham berufen, zeigten einander, was sie an ihrem Glauben lieben. Klappten sozusagen ihre Schatzkästchen auf. Erlebten, wie sie miteinander beten, singen, feiern.
Sie waren dann also bei der Freitagspredigt zu Gast. Die Räume im Christian Jensen Kolleg sind natürlich nicht auf Mekka hin ausgerichtet, aber mit Hilfe eines Kompasses funktionierte ein Meditationsraum prima zum Freitagsgebet. Spannend.
Der Rabbiner eröffnete den Schabbat, feierlich, mit Liedern, Kerzen, ungesäuertem Brot, mit Salz und Wein. Zeremonielle Kunst, eine echte Freude, das mitzuerleben. Im evangelischen Gottesdienst morgen haben die Christinnen und Christen mehrstimmig gesungen, das Abendmahl geteilt. Dann schauten die muslimischen und jüdischen Gäste zu und erlebten mit, was den Christen wertvoll und heilig ist.

Mein Resümee? Wir mischen nichts durcheinander. Wir besuchen uns respektvoll in unseren heiligen Tagen, fragen neugierig und freuen uns am Reichtum der anderen. Und an den eigenen Schätzen, manchmal ist das die eigentliche Entdeckung.
In den bewegten Zeiten, die wir erleben, sind solche Begegnungen wertvoll. Wir wissen zu wenig voneinander. Unwissenheit schafft Raum für Vorurteile und wirres Zeug. Viele wissen zu wenig von den eigenen Wurzeln. Verunsicherte neigen zum Muskelspiel. Vor allem aber rührt mich an, wenn ich erlebe, wie bewegt meine muslimischen und jüdischen Freunde beten. Eine Ahnung überkommt mich: Ob wir vielleicht aus derselben Quelle trinken? Zumindest aber treffen sich Friedensfreunde. Die Religion, mancherorts Teil der Probleme, ist hier Teil der Lösung.

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