„Christian Jensen Kolleg“ ab sofort zertifiziertes Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung (BNE).

Im Kontext der UN Dekade für Bildung für nachhaltige Entwicklung übergibt Minister von Boetticher BNE-Zertifikate an die kirchlichen Bildungs- und Tagungszentren.
In einer festlichen Feierstunde erhielt das ökumenische Bildungs- und Tagungszentren Christian Jensen Kolleg (Breklum) gemeinsam mit seinem Partnerhaus „Haus am Schüberg“ (Ammersbek) aus den Händen von dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Dr. Christian von Boetticher das wertvolle Zertifikat des Landes Schleswig-Holstein. Nunmehr dürfen sich die kirchlichen Häuser „Bildungszentren für Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nennen.
Damit würdigt das Land Schleswig-Holstein die hervorragende pädagogisch-konzeptionelle und organisatorische Ausrichtung der Häuser in Bezug auf nachhaltige Bildungsarbeit. Die drei Aspekte der „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE), die ökologische, die ökonomische und die soziale Dimension, bilden sich im Tagungsangebot der beiden kirchlichen Häuser in überzeugender Weise ab. Die Zertifizierung wird kontinuierlich überprüft und nach drei Jahren wird neu rezertifiziert.
Das Christian Jensen Kolleg und das Haus am Schüberg sind damit die ersten kirchlichen Bildungs- und Tagungszentren, die in Norddeutschland im Rahmen der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet wurden. Mit ihren Bildungsangeboten in den drei zentralen ökumenischen Themenfeldern Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung setzen sie Akzente für die kirchliche sowie für die gesamtgesellschaftliche Entwicklung.
Friedemann Magaard, Leiter des Breklumer Christian Jensen Kolleg, freut sich über den gemeinsamen Auftritt der kooperierenden kirchlichen Bildungszentren: „Mit diesem inhaltlichen Schulterschluss werden wir die Leuchtkraft der beiden Häuser erhöhen. Nachhaltigkeit ist schließlich das Zukunftsthema aller Menschen.“
Das BNE-Zertifizierungssystem in Schleswig-Holstein gibt es seit 2004. Ziel von BNE ist, einen Beitrag zum Erreichen der Ziele der nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Einmal dadurch, dass Inhalte kommuniziert werden, die man kennen muss, wenn man unsere Lebensumstände, Gesellschaft und Politik verstehen und mitgestalten möchte. Aber auch dadurch, dass durch BNE Fähigkeiten geübt und verstärkt werden, die wir für die Lösung so vieler Probleme und Fragen brauchen.
Das Ziel der Zertifizierung ist, die Bildungsarbeit im Sinne des ganzheitlichen Ansatzes von BNE weiterzuentwickeln und den Zertifizierten dafür eine öffentliche Anerkennung auszusprechen.
Zurzeit gibt es 38 Zertifizierte. Vergeben werden die Zertifikate von den Ministerien für Bildung und Umwelt. Eine Kommission, bestehend aus 15 Fachleuten der unterschiedlichsten Verbände und der Geschäftsbereiche des Bildungs- und des Umweltministeriums, prüft die Anträge, berät und gibt seine Empfehlungen an das Bildungs- und das Umweltministerium.
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